Gesundheit

„Besonders überwiegt die Gesundheit aller äußeren Güter so sehr, dass ein gesunder Bettler glücklicher
ist, als ein kranker König.“ Arthur Schopenhauer, deutscher Philosoph
Swimming Doctors 3
Im weit verzweigten Flussdelta des Irrawaddy-Flusses südlich von Yangon leben rund 6 Mio. Menschen in kleinen Dörfern, häufig fern ab von jeder Gesundheitsfürsorge und ärztlichen Hilfe. Die Wasserfahrt zu einem Arzt oder Krankenhaus bedeutet für viele Hilfesuchenden und Patienten oftmals eine stundenlange Anfahrt; auch können viele Bewohner die notwendigen Behandlungen nicht bezahlen. Nach dem tropischen
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Freunde der Swimming Doctors Film der Swimming Doctors
2sehen
In Addis Abeba in Äthiopien werden in einer Behindertenwerkstatt aus Baumwollacetat in Handarbeit wunderbare Brillengestelle hergestellt. Diese Gestelle werden bei ausgewählten Optikern ...weiterlesen
Aktuelles von den Swimming Doctors und den Augen Ops
Stiftunglife - Gesundheit

Donnerstag, 21. März 2019

Swimming Doctors



Ohne diese Drei könnten wir nicht so viele Patienten behandeln.
Ich nutze mal die Gelegenheit unseren beiden Schwestern Win Thein Gi und Ei Ei Thaung, sowie unserer Hebamme Khaing Myat Noe zu danken. Ohne sie wäre die Behandlung nur halb so gut. Unsere Hebamme kümmert sich um die schwangeren Patienten, macht Vorsorgen und berät die werdenden Mütter. Wenn sie Zeit hat, hilft sie ihren beiden Kollegninnen bei der alltäglichen Arbeit. Sie nehmen Blut ab, hängen Infusionen an, machen Laborteste, legen Verbände an. Dabei haben sie sehr engen Kontakt zu den Patienten, kennen die Sorgen und Ängste, trösten die Kinder, die sich oft wundern nicht nur burmesische Ärzte zu sehen, sondern auch blaß aussehende deutsche Ärztinnen und Ärzte,die ihnen manchmal Angst machen.  Die Schwestern kümmern sich auch um den Ablauf. Sie geben Medikamente aus, am Ende jeder Tour werden Einkaufslisten für Medikamente geschrieben, die Statistik über Diagnosen und Therapien geführt ohne die wir in Deutschland keinen Überblick hätten. Ohne unsere Schwestern geht es nicht. Deshalb sind wir sehr dankbar sie auf dem Schiff zu haben/lp

Passauer Neue Presse


Dr André Kirchberger war vor ein paar Monaten mit den Swimming Doctors unterwegs. Wir freuen uns über diesen schönen Bericht in der Zeitung. Mehr Bilder und Informationen von den verschiedenen Einsätzen im Delta von Myanmar gibt es beim „Treffen der Delta Docs“ am 30/31. März in München. Genauere Informationen zu den Swimming Doctors und zu diesem Treffen gibt es von Prof. Wolf Mutschler: wolf@stiftunglife.de

Montag, 11. Februar 2019

Heute vor fünf Jahren


„Wie geht das denn, ich habe noch nie ein Schiff getauft." Daniela Schadt

„Keine Ahnung, ich mache das auch zum ersten Mal." Jürgen Gessner

Auch wenn wir beide keine Erfahrung hatten, hat dann alles gut geklappt: heute vor fünf Jahren haben wir in Yangon Swimming Doctors 2 gemeinsam auf den Weg gebracht. Die Schiffstaufe war feierlich, ebenso die Abendeinladung beim Bundespräsidenten. Schaut man fünf Jahre später zurück, so hat sich das 300.000 Euro Investment gelohnt: mehr als 70.000 Patienten wurden bis heute an Bord behandelt. Das entspricht der gesamten Einwohnerzahl von Celle. Zwei Jahre später wurden die swimming doctors 3 als Neubau auf dem Weg gebracht. Beide Schiffe sind auch heute einem regelmäßigen Plan folgend im Delta von Myanmar unterwegs, auf abgestimmten Routen. Die Menschen lieben die Schiffe und die engagierten Teams, die dort arbeiten - einige haben ihnen sogar ihr Leben zu verdanken. Vielen Dank an alle, die uns geholfen haben dieses Projekt auf den Weg zu bringen. Ganz besonders an Karin und Jörg in Hamburg, die uns nicht nur Mut gemacht haben sondern auch den finanziellen Grundstock für dieses Projekt gelegt haben/jg

Montag, 4. Februar 2019

Drei Mann in einem Boot


Persönliche Auslieferung
Vom Lions Hilfswerk haben wir Paul Wasserfilter gespendet bekommen. Diese Filter sind von der Uni Kassel entwickelt worden. 20 Stück wurden nach Hamburg transportiert und dann über den Seeweg nach Yangon. Das letzte Stück der Auslieferung an unsere Schule erfolgt mit einem kleinen Boot. Mit im Boot sind: Naing, links im Bild, unser Projektmanager fürs Delta - Norbert, Bildmitte, von der HahnAir Foundation - und Benedict aus Berlin. Bei der Übergabe an die Schule gab es eine kleine Einweisung und zufriedene Gesichert auf allen Seiten. Im kommenden Monat werden wir in dem kleinen Dorf mit dem Bau von einem neuen Schulgebäude beginnen/jg

Sonntag, 3. Februar 2019

Noch ein Lesetipp

Die Vereinten Nationen haben 17 Ziele für eine lebenswertere Zukunft definiert. Die meisten Ziele sind noch lange nicht erreicht – weder in der großen weiten Welt, noch in der Stadt in der wir leben. Am Beispiel der Stadt München kann man in der Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung sehen, was wichtig ist – und ganz besonders, was jeder selbst für sein Umfeld tun kann/jg

Mittwoch, 30. Januar 2019

Geschichten von Bord


Mehr oder weniger blind
Cornelia und André haben diese drei Geschwister auf Ihrer Swimming Doctors November-Mission in einer der besuchten Schulen kennengelernt. Bei allen Dreien besteht in unterschiedlicher Ausprägung eine angeborene Trübung der Linsen der Augen. Bei der Jüngsten sind die Linsen so trüb, dass sie gar nicht sehen kann. Durch eine einfache augenärztliche Operation können die Linsen entfernt und neue künstliche eingesetzt werden. Dr. Than hat bereits alles Notwendige organisiert, dass die Kinder zu einer Augenklinik nach Yangon gebracht und auf unsere Kosten operiert werden. Geschätzte Kosten, dass drei Kinder sehen können: 250 Dollar/ak 

Donnerstag, 24. Januar 2019

Schulbesuch und ein Jubiläum


Freie Zeit auf dem Schiff nutzen die Ärzte für einen Schulbesuch 
In dem Deltagebiet, in dem die Swimming Doctors unterwegs sind, gibt es mehr als dreißig Schulen. Manche sind groß, mit mehr als tausend Schülern, daneben gibt es viele kleine Dorfschulen. In dieser abgeschiedenen Gegend gibt es keine Arztpraxis. Die meisten Schüler haben noch nie einen Zahnarzt gesehen. Es gibt also viel zu tun, wenn die Ärzte vom Schiff kommen und sich alle Kinder anschauen. Hier auf dem Bild oben links Prof. Wolf Mutschler aus München in geübter Zusammenarbeit mit Dr. Than Myint. Kinder mit größeren Defekten werden direkt nach der Untersuchung auf dem Schiff behandelt (kostenlos, solange sie zur Schule gehen). Gestern ist das Schiff mit den Swimming Doctors wieder in Yangon eingelaufen. Die deutschen Ärzte fliegen nach Hause, das burmesische Team ein paar Tage frei. Alle haben sich ein paar Ruhetage verdient, während des Einsatzes hat das ganze Team 20 Tage durchgearbeitet. In ein paar Tagen, am 1. Februar geht es wieder los. Es wird der 100. Einsatz für Uni, unseren Kapitän, der von Anfang an dabei ist/jg

Doppeltes Glück


Today is a lucky day. 
Mit dieser netten Anrede erklären Lucia und Felix ihren Gästen, warum sie einen Dollar „surcharge" auf der Rechnung haben: im SEEDS Restaurant spendet jeder Gast einen Dollar für ein soziales Projekt. Nicht ganz freiwillig, denn der Dollar steht schon auf der Rechnung. Man muss also reklamieren, wenn einem das nicht gefällt - dann bekommt das Geld zurück. In den letzten zwei Jahren gab es zwei Reklamationen und viele anerkennende Worte für diese Aktion. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: einen kleinen Schulbau in der Nähe von Yangon konnten wir im letzten Jahr mit diesem Geld finanzieren. In diesem Jahr werden die Swimming Doctors gefördert. Die laufenden Kosten im Monat Juni werden von diesem Geld bezahlt. Dazu gibt es ein paar Tage feine Küche bei den Swimming Doctors, wenn zwei Köche aus dem Restaurant für ein paar Tage an Bord gehen/jg

Mittwoch, 16. Januar 2019

Da war Leben auf dem Schiff


Wolf berichtet direkt von Bord der Swimming Doctors
Heute geht es bei uns lebhaft zu. Morgens waren wir in einer Schule zur gemeinsamen ärztlichen/zahnärztlichen Untersuchung von 80 Schülern. Mittags kamen dann mehr als 20 Schüler nach der Schule zur Behandlung zu uns an Bord. Die Kinder sind ganz brav und doch: da war Leben auf dem Schiff. Alle Kinder werden von uns „free of charge" behandelt/wm 

Dienstag, 15. Januar 2019

Tolles Team

Das Team auf unserem Schiff ist im Augenblick optimal besetzt: fünf Ärzte sind hier im Bild zu sehen und drei Krankenschwestern (in hellgrüner Kleidung) Die Verständigung zwischen den burmesischen und den drei deutschen Ärzten - Sabine aus Singapore, Vera aus Basel und Wolf aus München - erfolgt auf Englisch. Auch wenn die Sprachkenntnisse nicht immer perfekt zueinander passen, das Interesse für die Patienten und die gemeinsame Arbeit verbinden diese engagierten Menschen zu einem großartigen Team. Am Ende der Mission freuen wir uns auf Berichte, Zahlen und persönliche Geschichten/jg

Mittwoch, 26. Dezember 2018

Was macht eigentlich Naing ?


Sogar Weihnachten (hier in Myanmar ein gesetzlicher Feiertag) war er für uns unterwegs: die Bezirksregierung im Delta hatte alle in NGOs eingeladen, ihre Jahresabrechnung vorzulegen. Seit vielen Jahren arbeitet Naing (auf dem Foto links) für Capt. Wilk und seit drei Jahren auch für uns. Naing lebt mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen in Yangon. Er kümmert sich um unsere Swimming Doctors, er ist sozusagen das „back office" für unser Schiff, für die Mannschaft und für die Ärzte, die aus Deutschland kommen. Eine weitere Aufgabe ist dazu gekommen: seit einem Jahr bauen wir Schulen im Delta entlang der swimming doctors Route. Naing wählt die Projekte aus, organisiert und überwacht den Bau der Schulen. Im Juni 2019 wird Naing zusammen mit Min Min nach Deutschland kommen, um an unserem Teamtreffen teilzunehmen/jg

Sonntag, 9. Dezember 2018

Unser Adventskalender: das 9. Türchen



Wer heute etwas verschenken möchte: für 50 Euro kann ein Mensch wieder sehen. Wir bringen das Geld direkt dahin!
So ein Adventskalender ist eine wunderbare Gelegenheit, alle Projekte der Stiftung vorzustellen - auch die kleinen Engagements, in denen so viel Herzblut steckt. Angelika und Christiane waren gerade in Äthiopien, wo wir mit einem „poor patient fund" helfen Augenoperationen durchzuführen. Hier ist Christianes Blick in den OP Alltag in Äthiopien: Beim chirurgischen Waschen der Hände wurde der Mangel an Grundlegendem sichtbar: Die OP-Schwester schöpfte Wasser aus einem Eimer, um es Dr. Samuel über die Hände zu gießen! Beim Patienten Nr. 6 – die Linse wurde gerade aus dem Auge entnommen – fiel an diesem Tag dann noch das Licht des OP-Mikroskops. Aber auch diese Situation wurde in Ruhe bewältigt. Immer wieder mussten einzelne Scheren oder Pinzetten während der Operation ausgetauscht werden, da sie stumpf waren oder nicht funktioniertenZurück in Deutschland haben wir diverse Instrumente bestellt. Nach einem Netzhaut-Laser, den Dr. Samuel für seine Arbeit im Signum Vitae sehr gut einsetzen könnte, suchen wir - und nach einem Kollegen, der ihn vor Ort auf diesem Gerät einarbeiten könnte.Es gibt viel zu tun – und wir sind froh, dabei helfen zu können/ck

Samstag, 24. November 2018

Zwangi Erfolgsmeldung

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Gute Nachrichten von unserem Schiff: bei den Swimming Doctors 3 wurden im letzten Monaten wieder mehr als 2.000 Patienten behandelt. Vor zehn Jahren, als wir begonnen haben, waren es 400 Patienten pro Monat. Wir danken allen Mentoren und Freunden, die zu diesem Erfolg beigetragen haben - auch Cornelia Eulenstein und Andre Kirchberger (hier im Bild mit unserem burmesischen Arzt)) die bei der November-Mission an Bord waren. 

Zwangi ist ein burmesischer Geist, ein Nut, der sich auch um die Gesundheit der Menschen sorgt. „Zwangi" ist auch der Titel für unseren Ärzte Rundbrief mit Informationen zu den swimming doctors/jg


Freitag, 16. November 2018

Foto Wettbewerb


Wer sehen kann, kann auch fotografieren. Sehen lernen kann allerdings lange dauern. 
Leica Werbung

Wir haben viele Freunde der Stiftung, die sehen können. Ihnen und uns zur Freude organisieren wir einen Fotowettbewerb für die schönsten Bilder aus diesem Jahr. Die Jury besteht aus drei professionellen Fotografen. Die Fotos werden in vier Kategorien bewertet: Bildung - Gesundheit - Umwelt - Gesellschaft. Jeder Teilnehmer darf zwei Bilder pro Kategorie einsenden, schickt Eure Bilder am besten einzeln in mittlerer Auflösung per Mail an foto@stiftunglife.de

Bitte schreibt den Bildtitel in den Betreff. Unter jedes Bild bitte Vor- und Nachnamen, die Kategorie und gerne einen kurzen Kommentar. Es werden Sieger in jeder Kategorie und ein Gesamtsieger ermittelt. Natürlich gibt es schöne Preise zu gewinnenJeder Teilnehmer versichert, dass die eigenen Bilder aus dem Jahr 2018 sind und erlaubt uns die Nutzung im Rahmen der Stiftungsarbeit. Einsendeschluss ist der 15.Januar 2019

Donnerstag, 18. Oktober 2018

Wissen teilen


Nach seinem Einsatz bei den Swimming Doctors war Dr. Joachim Draws in Yangon. Der HNO Spezialist aus Celle hat dort in der Klinik einen kleinen Fachvortrag gehalten. Wissen teilen und Netzwerke schaffen ist ein wichtiger Teil unserer Arbeit in Myanmar, besonders in der Medizin. Mit den direkten Kontakten in die Krankenhäuser von Yangon helfen wir den Patienten, die wir nicht an Bord behandeln können/jg

Samstag, 29. September 2018

Wikipedia Eintrag für die Swimming Doctors



Früher war das Wissen in Büchern aufgehoben, heute schaut man bei Wikipedia nach. Tilman hat sich ein bisschen damit beschäftigt und uns geholfen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: nun sind auch die wichtigsten Informationen über die Swimming Doktors im Nachschlagewerk unserer Zeit nachzulesen. Vielen Dank Tilman 😊

Samstag, 15. September 2018

Bäume pflanzen


Zwei Alternativen
Google ist meist vorinstalliert und deshalb einfach zu nutzen. Aber es gibt auch Alternativen: Cliqz, wenn man seine Privatsphäre schützen möchte - und Ecosia, eine ökologisch inspirierte Seite zur Suche im Web. Die Betreiberin arbeitet non Profit. Gewinne werden genutzt, um Bäume zu pflanzen. Das passt gut zu uns, wir pflanzen auch: in diesem Jahr bereits 4.000 mal. Davon wurden 3.000 Bäume von „Pant the Planet" für uns in Mexiko gepflanzt. Die anderen 1.000 Bäume haben Min Min und seine Freunde für uns in und um Bagan gepflanzt. Unser kleiner Beitrag für ein besseres Klima/jg


Dienstag, 11. September 2018

17 Ziele


Die Vereinten Nationen haben 17 Ziele festgelegt, die für eine nachhaltige Entwicklung unserer Welt wichtig sind. Als kleine Stiftung können wir uns nicht überall engagieren, aber immerhin, zehn von diesen 17 Zielen widmen wir unsere besondere Aufmerksamkeit: 1, 3, 4, 5, 6, 7, 10, 12, 13 und 17

Dienstag, 4. September 2018

Doppeltes Morgenglück

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Heute morgen um kurz vor sieben in München: auf dem Weg zu Karin möchte ich noch schnell einen Café trinken, bevor wir nach Stuttgart fahren. Am Viktualienmarkt gibt es ein kleines Hotel, ich gehe in den Frühstücksraum, bekomme meinen Café und schaue auf meine Mails. Madhavi schickt dieses Bild und schreibt:  „The penlight came in handy while I was examining the patients prior to surgery. I just returned home from a free cataract surgery mission in Fort Worth near Dallas. Homeless and poor are everywhere in the world not only in Myanmar but in big American cities too!"
Wie schön, dass unser Stiftunglife-Kugelschreiber mit LED Licht so einen sinnvollen Einsatz bekommt, denke ich und bitte den Ober um die Rechnung. „Kostet nichts!" lächelt der mich an. „Ich bin aber kein Hotelgast, ich komme von draußen..." erwidere ich. Er lächelt weiter „Das habe ich gesehen, sie waren ja ganz nass, den Kaffee schenke ich Ihnen!"
Kann ein Tag schöner beginnen?

Samstag, 1. September 2018

Eine deutsche Zahnärztin im Delta


Heike, die sympathische Zahnärztin kommt gerade von ihrem Einsatz im Delta zurück. Hier ist ihr Bericht: Die 22. Mission der Swimming doctors 3 war wegen des vorgeschrieben jährlichen Werftaufenthaltes etwas verkürzt. Trotz des Dauerregens strömten die Menschen an Bord. In dem Dorf Bo Tae Su warteten um 10.00 bereits mehr als 100 Patienten geduldig auf ihre Behandlung: die schnell am Anleger errichtete Garküche hatte einen umsatzstarken Tag.  Mit dem jungen Zahnarzt Dr. Thaung, den ich bereits im April kennengelernt habe, habe ich wieder sehr harmonisch zusammengearbeitet. Das Patientenaufkommen war so hoch, dass wir parallel an den beiden Einheiten behandelt haben. Trotzdem blieb Zeit für den kollegialen Austausch. Einen Patienten mit fortgeschrittenem Karzinom (Folge des Abusus von Bethelnuss) wird er in der Klinik in Yangon treffen und mich über den weiteren Krankheitsverlauf unterrichten.
Besonders gefreut habe ich mich über die Prophylaxeveranstaltung in zwei kleinen Dorfschulen: alle Kinder bekamen Färbetabletten und putzten ihre Zähne mit großem Eifer mit den verteilten Zahnbürsten. Abschließend wurden die Zähne aller Kinder fluoridiert. Am nächsten Tag bedankte sich die Schulleiterin nochmals herzlich mit einem großen Korb Obst und hat mich gesegnet. Es sind diese kleinen Begegnungen, die mich für meine Arbeit im Delta belohnen. Natürlich habe ich zugesagt im nächsten Jahr wiederzukommen/Heike

Freitag, 31. August 2018

Ein Blick zurück


Tilman sitzt in Vancouver und ist ganz überrascht: „Warum kenne ich diesen Film nicht, der ist nirgendwo auf unserer Seite, oder? Ich bin nur durch Zufall bei meiner Recherche für die Wikipedia-Seite darüber gestolpert." https://vimeo.com/33287070 

Der Film ist schon sieben Jahre alt, aber immer wieder schön anzusehen. Ein Team von der MS Europa hat das damals pro Bono für uns gemacht. Wie sich die Zeiten ändern: an die Umweltbelastung durch die (wunderschönen) Kreuzfahrtschiffe von Hapag-Lloyd habe ich zu der Zeit noch nicht gedacht - und die Möglichkeit, diese Umweltbelastung zu kompensieren. Auch die Chance für die zwei Schiffsneubauten für Swimming Doctors 2 und 3 war noch nicht zu sehen. Leben ist Wandel/jg

Montag, 27. August 2018

Gute Nachricht aus Äthiopien

Es ist wunderbar, Teshome Birru kann wieder sehen. Er ist der 600. „poor patient" dem wir eine Katarakt Operation ermöglichen konnten. Wir gratulieren dem engagierten Signum Vitae Team in Addis - und Angelika und Christiane, die sich mit viel Herzblut seit drei Jahren für dieses Projekt einsetzen. Mit 600 Patienten in drei Jahren sind wir noch nicht an unserem Ziel (das liegt bei einem Patienten pro Tag) wenn man jedoch bedenkt, wie jede einzelne OP ein Leben entscheidend verändert hat, hört sie gar nicht auf, die Freude. So gibt es auch 30 Jahre nach meinem ersten Kontakt zu Karlheinz Böhm in Äthiopien ein Projekt, mit dem wir vielen Menschen helfen können/jg

Montag, 20. August 2018

Heute Morgen im Delta


Naing ist heute im Delta unterwegs, um sich den Baufortschritt in der Rotary School anzuschauen - Heike berichtet von ihrem Einsatz bei den Swimming Doctors: 
„Ihr Lieben, wir hatten wieder sehr viel Regen im Delta. Die Swimming doctors werden in den Dörfern schon erwartet. Dr. Thaung und ich mussten meistens gleichzeitig arbeiten. In zwei kleinen Dörfern konnten wir in den Schulen Prophylaxe mit den Kindern machen. Endlich!! 
Jetzt bereisen machen wir uns auf den Weg, bereisen den Norden des Landes und freuen uns auf eine Kindergarteneinweihung in Bagan. Liebe Grüße Heike"
Vorhin habe ich mit Min Min telefoniert. Myanmar scheint nicht weiter entfernt als Deutschland, wenn ich in diesen italienischen Tagen meinen Café auf der Pizza genieße/jg

Freitag, 17. August 2018

Zähneputzen nicht vergessen 😊


Das Zähneputzen ist unter den Kindern an unseren Schulen leider nicht so selbstverständlich, wie wir es gerne hätten. Dafür haben wir Min Min: Er geht mit gutem Beispiel voran und scheut sich, einfach mal mitzumachen. Mit zwei eigenen Kindern hat er genügend Erfahrung. Langfristig möchten wir die Kinder dazu bringen, sich selbstständig und regelmäßig die Zähne zu putzen. Ein Zahnputz Trainings Programm für unsere Schulen rund ein m Bagan ist in Vorbereitung. Wir werden berichten, ob und wie uns das gelingt/jg

Mittwoch, 15. August 2018

Drei Schiffe im Delta


Vor zehn Jahren, kurz nach Nargis, hatten wir die Idee für die „swimming doctors„  Zwei Jahre später wurde das erste Schiff, ein Reisfrachter umgebaut (hier im Bild) und in Dienst gestellt. Dieses Schiff hat seinen gutes Werk getan, es wurde Anfang dieses Jahres außer Dienst gestellt. Im Jahr 2014 wurde mit den „swimming doctors 2„  ein Neubau gebaut und von uns betrieben. Seit zwei Jahren wird dieses Schiff von der Artemed Stiftung betrieben. Im Jahr 2016 lief dann „swimming doctor 3„ vom Stapel.  Neben den fast  bau-und ausstattungsgleichen  „swimming doctors Schiffen ist noch ein kleines Boot im Irrawaddy-Delta unterwegs, die „mobile clinic„ der Amara Stiftung. Alle drei Stiftungen sind in München und arbeiten dort zusammen - ebenso im Delta. Um die Zusammenarbeit sinnvoll zu koordinieren, wurde die Arbeitsgemeinschaft  „DeltaDocs" gegründet. Koordination bedeutet Absprache der Einsatzgebiete, Gestaltung einheitlicher Arbeitsverträge,  Erstellung gemeinsamer Hygiene-, diagnostischer und therapeutischer Standards, einheitliches Dokumentationssystem, fachlicher Austausch zwischen den deutschen Ärzten und Zahnärzten, gemeinsame Datenauswertung und gemeinsame Weiterbildung der burmesischen medizinischen Teams. In Yangon finden jedes Jahr gemeinsame Weiterbildungen statt, in Deutschland treffen sich die Koordinatoren regelmäßig, in Myanmar stehen die örtlichen Manager in ständigem Kontakt.


Gerade haben wir eine gemeinsame Jahresstatistik für sd2 und sd3 erstellt. Bei 12 Missionen im Jahr sind die Schiffe durchschnittlich 21 Tage pro Monat in ihrem Einsatzgebiet unterwegs. Sie behandeln durchschnittlich 62 Patienten pro Tag, davon etwa 30 Prozent Kinder. Bei den Erwachsenen überwiegen die Frauen (ca 2 / 3 ) Bei den sd3 werden noch 30 Patienten pro Tag zahnärztlich behandelt.

Die Top 3 der medizinischen Diagnosen nach dem internationale Diagnosschlüssel sind sowohl  akute als auch chronische  Herz-Kreislauf-Erkrankungen , Erkrankungen des Stütz-und Bewegungssystems und Atemwegserkrankungen. Bei Kindern haben wir eine hohe Rate an Hauterkrankungen. Auch Diabetes ist eine häufig gesehene Erkrankung im Delta.

Diese Daten, deren genaue Aufschlüsselung in 19 ! Krankheitskategorien am Ende jedes Behandlungstages an Bord mit hoher Plausibilität erfolgt, erlaubt uns  z.B .  eine Qualitätskontrolle,  die gezielte Schulung unserer burmesischen Teams und deutschen Mentoren und die Fokussierung auf im Delta notwendige Diagnostik und Therapie. Die Kooperation der drei Schiffe ist ein grosser Fortschritt. Um Verwechslungen zwischen den zwei ähnlichen Schiffen zu vermeiden, wurde sd2 in „River Doctors" umbenannt/Prof. em. Dr. W. Mutschler

Montag, 13. August 2018

Was macht eigentlich Ludger ?


Zusammen mit Wolf und Dieter kümmert er sich um unsere Swimming Doctors im Delta von Myanmar. Mindestens einmal pro Jahr ist der erfahrene Celler Kinderarzt selbst auf dem Schiff. Daneben organisiert und begleitet er die Einsätze befreundeter Kollegen. Neben Allgemeinärzten ist besonders der Rat von Kinder-und Zahnärzten gefragt. Nicht nur vor Ort, auch auf Entfernung ist guter Rat gefragt. Die modernen Medien machen Ferndiagnosen möglich – besser gesagt: den Austausch fachlicher Meinungen bei der Patientenbehandlung. Regelmäßig erreichen Ludger Anfragen vom Schiff, das 10.000 km entfernt im Einsatz ist. Bilder, Informationen und Meinungen werden dann über Laptop (zur Not auch mal übers Handy, wie hier auf dem Foto) ausgetauscht. Das gut aus ausgebaute Internet im Delta hat diese technische Entwicklung möglich gemacht. Die Patientendaten werden verschlüsselt übertragen und sind nur für Ärzte einsehbar/jg

Mittwoch, 8. August 2018

Live Saver



Im letzten Espresso haben wir von unseren drei Lifesavern berichtet. 
Ein netter Name für die Toilettenfrauen, die sich an unseren Schulen darum kümmern, dass sich alle Kinder die Hände waschen. Mit Seife! Zu dieser Nachricht gab es ein Feedback von Philipp, dass wir hier gerne veröffentlichen:

Den Namen Life Saver finde ich gar nicht so abwegig. Eins der wichtigsten Dinge ist es den Menschen eine sinnvolle Tätigkeit zu geben, etwas das Sie verstehen und etwas auf das sie Stolz sein können. Man kann es gut am Beispiel von Reinigungskräften in Krankenhäusern erkennen. Bei einer Befragung fand man heraus, dass die eine Hälfte der Reinigungskräfte unmotiviert und lustlos bei der Arbeit sind. Sie gaben an, dass  ihre Arbeit nicht respektiert werde, weil sie den „Dreck" der anderen wegmachen. Dazu kommen schlechte Arbeitszeiten mit schlechter Bezahlung. Die andere Hälfte gab selbstbewusst an, dass ohne sie nichts funktioniert in dem Krankenhaus. Sie sind Zuständig für Ordnung, Sauberkeit und Hygiene. Damit schaffen sie die Basis dafür, dass Ärzte ihre Arbeit machen können. Sie tragen maßgeblich zur Gesundheit der Patienten bei. Ein schönes Bespiel für Life Saver/Philipp

Donnerstag, 2. August 2018

Nachgeschaut

Einmal im Jahr muss unser Schiff zur Inspektion in die Werft in Yangon. Dieses Mal passt es gerade Anfang August. Der Kapitän und ein paar Seeleute sind an Bord geblieben, die anderen freuen sich über ein paar zusätzliche freie Tage. Alles ist gut, zwei neue Anstriche gibt es unter der Wasserlinie, Anfang nächster Woche kann das Schiff wieder ins Wasser gehen. Rund 12.000 Euro kosten diese Wartungsarbeiten, mehr als die laufenden Kosten des Schiffes: die liegen mit Löhnen, Medikamenten und Proviant bei rund 7.500 Euro pro Monat. Die nächste Mission (mit unserer deutschen Zahnärztin Heike an Bord) wird ein paar Tage kürzer werden/jg

Dienstag, 31. Juli 2018

Swimming Doctors

Wenn ihr die letzten Tage unsere Website www.stiftunglife.de besucht habt , konntet ihr feststellen , das sich an Bord der swimming doctors-FUTURA und in ihrem burmesischen und deutschen Umfeld viel getan hat .Das Neue ist hier zusammengefaßt  :

-Im Februar waren Markus Amon , Fotograf aus München und Lydia Zimmermann , Dokumentarfilmerin aus Zürich , mit an Bord , um im Auftrag des Rotary Clubs München-Mitte einen Film über die swimming doctors zu drehen. Aus 40 Std Material ist ein 30 min Film entstanden, der seit vorgestern auf unserer website eingestellt ist und euch hoffentlich viel Freude bringt und Informationen vermittelt. Dank an die beiden und die anderen helfenden Profis : Caroline Amon für die Texte , Monika Stiehl für das Einsprechen und Pedro Ortner für den Schnitt.

-Während des Teamtreffens von Stiftunglife im Juni auf der Insel Föhr haben wir uns viele Gedanken gemacht, wie wir die langfristige  Finanzierung und Unterstützung der FUTURA gestalten können. Die Nachhaltigkeit ist durch unser stabiles burmesisches Team und die ehrenamtliche Tätigkeit unserer deutschen Ärzte/Zahnärzte als Mentoren gewährleistet. Der RC München-Mitte wird die swimming doctors weiter jährlich mit einer beträchtlichen Summe unterstützen. Neben der HahnAir Stiftung und der DornierStiftung hat sich unlängst auch WackerChemie eingebracht. Nicht zu vergessen die vielen Spenden, die nach Kongressen ,Jubiläen und Geburtstagsfeiern oder „einfach so um der guten Sache wegen „ auf dem Gläsernen Konto eingehen….Trotzdem bleibt eine Finanzierungslücke , die jetzt durch Jürgens Initiative geschlossen wird  : der Freundeskreis der swimming doctors. Die Freunde der swimming doctors verpflichten sich, jeweils 2500 Euro zu spenden , schließen sich zu 3er Gruppen zusammen und finanzieren so gut 75 % einer Monatsmission der FUTURA. 8 Gruppen haben sich schon zusammengefunden ,z.B. in Celle , Hamburg und München. Mit dabei der RC Singapure Marina ,mit dem wir schon seit längerem ein Verbundprojekt mit dem RC Yangon und RC München-Mitte planen.

-Denn auch in Myanmar bewegen wir uns vorwärts. Der RC Yangon wir uns helfen , Referenzärzte und-Kliniken in Yangon zu finden , um schwerkranke Patienten unseres Schiffes zu übernehmen und zu fairen Preisen weiter zu behandeln. Die von uns lange angestrebte lokale NGO ist im konkreten Gründungsprozeß. Übrigens, Jürgen hat gerade einen 28seitigen Folder über die swimming doctors mit nach Myanmar mitgenommen, auf burmesisch. Auf deutsch gibt es diesen Folder auch .Wer ihn bekommen möchte :  bitte bei wolf @stiftunglife.de anfordern (mit postalischer Adressenangabe).

-Zu guter Letzt . Jürgen hat uns gebeten , den espresso swimdocs in  „ zaw gyi „ umzubenennen. Warum  zaw gyi ?  Nun, so hieß unser erstes 2010 in Dienst gestelltes Schiff. Zaw gyi  , der  „vieltausendfache Glücksbringer“ ,schien uns ein gutes Symbol für den Auftrag zu sein , die arme Landbevölkerung im Irrawaddy- Delta basismedizinisch und zahnärztlich zu versorgen . In der burmesischen Volkstradition ist zaw gyi ein Alchemist mit übernatürlichen (Heil- ) Kräften, der Magie und Begeisterung und Schwung gleichermaßen verkörpert , im traditionellen Marionetten –oder Tanztheater und als Nat in vielen buddhistischen Tempeln v.a. rund um den heiligen Berg Popas / Bagan.

Übernatürliche Kräfte haben wir natürlich nicht  , aber unverändert  Schwung und Begeisterung für unser gemeinsames Projekt.

Es grüßen euch in diesen heißen Sommertagen eure

Wolf Mutschler   Dieter Buhtz   Ludger Potthoff

Sonntag, 29. Juli 2018

Profiarbeit



Wie gut, wenn man am Sonntag ein bisschen Zeit und Muße hat. Wenn es mittags zu heiß ist, kann man reingehen und sich einen kleinen Film anschauen: 30 Minuten berichten Profis über die Arbeit von Profis im Delta. Eine Freude ist es, diese Bilder anzuschauen – ganz besonders für die Freunde, die unsere Swimming Doctors mit Rat und Tat unterstützen. Vielen Dank an Wolf, Lydia, Markus, Kira, Uz und die vielen nicht genannten Helfer (einige Namen sind im Abspann zu sehen), die diesen Film möglich gemacht haben. https://www.stiftunglife.de/projekte/gesundheit.html

Freitag, 27. Juli 2018

Zwei deutsche Zahnärztinnen

Mit viel Gepäck, Vorfreude und hohen Erwartungen sind wir gestartet. Rückblickend können wir sagen: Unsere Erwartungen wurden übertroffen! Für den Besuch von vier Schulen in vier Dörfern im Delta südlich hatten wir im Vorfeld die Genehmigung der Regierung erhalten. Nach Absprache mit den zuständigen Lehrern der Schulen wurde unser Besuch für drei Tage vorbereitet. Wir wurden sehr offen empfangen und von allen Einheimischen unterstützt. Nachdem Dr. Muyar, die Zahnärztin an Bord, eine kurze Präsentation über wichtige Fakten zur Mundgesundheit und Prophylaxe gehalten hatte, waren wir an der Reihe. Eingeteilt nach Klassen erklärten wir den Kindern die richtige Putztechnik, verteilten Zahnbürsten und Fluoridgel und übten das Zähneputzen gemeinsam. Danach führten wir mit kleinen Befundzetteln ein Check-up durch und markierten die Zähne die behandelt werden mussten. Anhand der Zettel wurde den Kindern erklärt, welche Behandlungen notwendig sind. Dabei ging es vor allem um Füllungen und Extraktionen von stark entzündeten Zähnen, aber auch um prophylaktische Maßnahmen wie Zahnsteinentfernung oder Fissurenversiegelung. Es war ein voller Erfolg: Nach unseren Schulbesuchen konnte sich die Swimming Doctors nicht mehr vor kleinen Patienten retten. Sehr viele kamen an Bord und wollten behandelt werden und die Patientenbücher stapelten sich im Dental Office. Dank der neu angeschafften mobilen Einheit und einem zweiten kleinen Behandlungsstuhl konnten wir parallel behandeln und Dr. Muyar sehr viel Arbeit abnehmen.

Die Erfahrungen haben uns gezeigt, dass es mit Engagement und Geduld möglich ist, ein funktionierendes Prophylaxe- und Behandlungskonzept in den Dörfern zu integrieren. Eine halbjährliche Aufklärung in die Schulen ist nötig, um die Wichtigkeit der Mundhygiene und den regelmäßigen Besuch beim Zahnarzt bei den Dorfbewohner zu verankern. Wir hatten eine wirklich tolle Zeit an Bord der Swimming Doctors und sind immer noch überwältigt von der Herzlichkeit und Dankbarkeit die uns von den Menschen entgegen gebracht wurde. Ganz besonderer Dank gilt Khukhu und Hanna von Stiftunglife, die uns als Übersetzer tatkräftig zur Seite standen. Darüber hinaus brachten sie uns Land, Kultur und Leute ein ganzes Stück näher!. Ebenso bedanken möchten wir uns bei Naing und der gesamten Bootscrew die uns ebenfalls tatkräftig unterstützten, Zahnbürsten verteilten, Befunde notierten, Materialien schleppten oder Fotos schossen. Insgesamt untersuchten wir in den vier Schulen 1028 Schüler aus unterschiedlichsten Altersklassen sowie einige Lehrer und versorgten sie mit Zahnbürsten und Zahnpasta. Viele behandelten wir dann auch im Dental Office an Bord. Viele Grüße Jana und Verena 




Freitag, 20. Juli 2018

Die Aller


Ab Celle hat die Aller flussaufwärts einen romantischen Lauf. Hier bewegt man sich auf dem Wasser mit dem Kanu oder dem Ruderboot. Sven wohnt direkt am Fluss, Dieter und Udo sind in der kleinen Stadt am Fluss Zuhause. Vielleicht kommt daher der Bezug zu unserem Schiff auf dem fernen Ayeyarwady Delta? Die drei Freunde (ein Banker, ein Augenarzt und ein Architekt) zahlen die laufenden Kosten für unsere Swimming Doctors in diesem Monat: 7.500 Euro für alle Medikamente, Löhne für 16 Mann Besatzung, Treibstoff und Proviant im Monat Juli/jg 

Donnerstag, 19. Juli 2018

Was macht eigentlich Ludger?


Ludger liebt Kinder - seine eigenen und all die vielen, die täglich in seine Praxis kommen. Auch dann noch, wenn es manchmal zu viele sind. Impfen, Bauchweh, Vordorgeuntersuchung - Ludger nimmt sich Zeit, strahlt Ruhe aus und geht auch noch nach einem zehn Stunden Tag freundlich auf jeden Menschen zu. In seiner Praxis gibt es kein Extra Wartezimmer für Privatpatienten, alle werden mit gleichem besten Standard behandelt. Auch wenn sie, wie Lasab, keine Gesundheitskarte vorlegen können. Trotz allem Engagement ist absehbar, dass Eltern keinen Termin mehr für Ihre Kinder bekommen, die sechs Ärzte in der Celler Kinderarzt Praxis sind am Limit. 

Und was macht so ein engagierter Kinderarzt in den Ferien? Er fliegt jedes Jahr nach Myanmar und geht direkt an Bord der Swimming Doctors. Wenn er dann mit dem Schiff im Delta unterwegs ist (dort leben zwei Millionen Menschen) ist er der einzige ausgebildete Kinderarzt, den man dort antrifft. „Ich bin gerne dort, die Menschen sind freundlich und dankbar, die kommen nicht zu uns, weil sie einen kleinen Schnupfen haben." jg

Donnerstag, 12. Juli 2018

Gute Nachrichten aus Afrika

In Äthiopien ist ein neuer Wind zu spüren. Der Friedensvertrag mit Eritrea macht Hoffnung auf neue Freiheit und wirtschaftliche Entwicklung. Wenn wir Glück haben, dann wirkt sich diese Entwicklung positiv aus auf unser Augen Projekt in Addis Abeba. Angelika und Christiane bemühen sich nach wie vor darum, die Anzahl der Augen OPs zu erhöhen. Unser Ziel ist es, jeden Tag eine Katarakt Operation für einen Bedürftigen Patienten zu finanzieren. Eine OP kostet 50 Euro, das sind 18.250 Euro im Jahr. Einen Teil des Geldes bekommen wir durch unsere Brillenprojekt wieder rein – aber es liegt nicht am Geld, es gibt nicht genügend Ärzte, die operieren können. Hier im Bild Dr. Madhavi Reddy, amerikanische Augenärztin, bei einem Einsatz zehn in Äthiopien. Ihr Sohn Samur ist Ende Juli mit Meet & Greet in Äthiopien unterwegs. Schön zu sehen, wie sich die Dinge vernetzen. Unser „Afrikateam" Angelika und Christiane arbeiten an der Entwicklung. Wir drücken die Daumen und freuen uns, wenn es weitere gute Nachrichten aus Äthiopien gibt/jg

Sonntag, 1. Juli 2018

Ein Freundeskreis für die Swimming Doctors


In den letzten Wochen haben wir über die langfristige Absicherung der Finanzierung für die Swimming Doctors nachgedacht. Dank Wolf und  seinen rotarischen Freunden haben wir ein gutes Fundament. Auch die HahnAir Foundation schenkt uns Vertrauen und Unterstützung. Daneben werden wir nun als dritte Säule einen Freundeskreis für die Swimming Doctors aufbauen. Als Zielgruppe sehen wir Menschen und Unternehmen, die sich für das Projekt begeistern, sich aber im Augenblick nicht selbst einbringen können. Ein Jahresbeitrag von 2.500 Euro erbitten wir, damit können wir eine Woche lang alle laufenden Kosten für diesen Job das bezahlen. Am schönsten wäre es, wenn sich jeweils drei Freunde zusammentun und einen Monat spenden = 7.500 Euro. Dieser Gruppe ordnen wir dann einen festen Monat zu, in dem sie Berichte und ein kleines Video vom Schiff bekommen. Die erste Gruppe steht schon: vielen Dank und herzlich Willkommen für Dieter, Sven und Udo, der Juli ist Euer Monat/jg

Dienstag, 26. Juni 2018

Swimming Doctors


Manchmal freut man sich, wenn digitale Daten gespeichert werden. Dieses Bild ist ziemlich genau zehn Jahre alt, sagen die im Bild gespeicherten Informationen. Aufgenommen im Delta, als ich ein paar Wochen nach Nargis dort mit Freunden und Helfern unterwegs war. Kalayar hatte ein Schiff gechartert und alles darauf gepackt, was die Menschen in den Überschwemmungsgebieten notwendig brauchten: Reis, Salz und Öl, Trinkwasser, Töpfe, Petroleum - und Menschen: Ärzte, Krankenschwestern und Helfer. So bin ich ins Delta gekommen und habe Menschen getroffen, die noch nie einen Arzt gesehen haben. In diesen Tagen ist die Idee für die Swimming Doktor entstanden. Es hat dann noch zwei Jahre gedauert, bis das passende Schiff (ein alter Reisfrachter) von uns gekauft und umgebaut wurde. Der Standart bei den Swimming Doctors 1 war einfach, sehr einfach, nicht zu vergleichen mit dem Standard, den wir heute bei den Swimming Doctors 3 haben. Schön zu sehen, was aus der Idee geworden ist. Ein großes Dankeschön an Wolf, Ludger und Dieter. Zusammen mit ihrem Ärzteteam haben sie die Idee mit viel persönlichem Engagement weiterentwickelt. Heute sind die Swimming Doctors nicht nur als mobile Arztpraxis für die Menschen im Delta im Einsatz - durch den regelmäßigen Einsatz deutscher Ärzte ist das Schiff zu einer Fortbildungseinheit für burmesische Ärzte geworden. Das macht Freude/jg

Freitag, 8. Juni 2018

Swimming Doctors Report



Nadja Hertenstein, die Autorin dieses erfrischenden Reiseberichtes von den Swimming doctors, ist Zahnärztin und eigentlich für die riverdoctors der artemed Stiftung in Myanmar im Einsatz . Nadja war nun die erste, die eine Grundidee der „Deltadocs“ ,unserem Zusammenschluss der drei im Delta eingesetzten Schiffe , umgesetzt hat: die bordübergreifende Mentorentätigkeit. Mit dieser Idee möchten wir die Behandlungsabläufe auf den Schiffen vergleichend beurteilen, die Teams vor Ort und in Deutschland näher zusammen bringen und einheitliche diagnostische und therapeutische Standards erarbeiten und umsetzen. Nadja und Dieter sind dafür beispielgebend. Wie spannend es ist, sozusagen fast live mit an Bord der Futura zu sein, könnt Ihr hier lesen

Mittwoch, 6. Juni 2018

Was macht eigentlich Ahmad ?


Ahmad strahlt, denn er arbeitet endlich wieder in seinem Beruf - davon durfte ich mich heute in Fulda überzeugen. Die Patienten lieben den netten Zahnarzt aus Syrien. In seiner Freizeit kümmert sich Ahmad um seine Familie und um sein eigenes kleines Projekt. Zusammen mit seinen Freunden kümmern sie sich dreimal in der Woche um alte Menschen, die im Heim leben. Der Name ist das Programm: „Wir schieben Oma" Die Menschen in Bad Salzschlirf sind begeistert und wir hoffen zuversichtlich, dass diese schöne Idee noch viele Nachahmer in Deutschland finden wird/jg 

Sonntag, 27. Mai 2018

Preisliste


Wir werden immer wieder mal gefragt, was denn unsere Projekte kosten. Hier eine kleine Übersicht. Anzumerken ist noch, dass wir jede Spende zu 100 Prozent für das Projekt einsetzen. Alle Nebenkosten wie Flüge, Hotels und Verwaltung werden von den Teammitgliedern privat bezahlt:

1.000 Euro, Support für ein Kind oder einen Student in Myanmar p.a

1.500 Euro, wenn wir 100 Kinder einen Nachmittag zu Roncalli bringen

2.500 Euro für ein Quest Seminar zur Lehrer- Fortbildung in Deutschland 

5.000 Euro für 500 Solarlampen in die abgelegenen Dörfer von Myanmar

9.000 Euro laufenden Kosten für einen Monat Swimming Doctors 3

10.000  Euro kostet ein Kindergarten oder eine Solar/Wasseranlage

20.000  Euro kostet der Bau einer Solar/Wasseranlage mit Wasserturm

30.000  Euro kostet der Bau von einem Schulgebäude mit Einrichtung

Sonntag, 20. Mai 2018

The great event today


Die schöne Geschichte kommt heute von den swimming doctors aus dem Delta. Nach einer kurzen Anfrage von den Ärzten und Rücksprache in Deutschland mit unserem medical Team haben wir die Kosten gerne übernommen, denn die Chance auf eine nachhaltige Verbesserung sind groß:
The child is 11 years old and living with congenital heart disease (ASD and Pulmonary hypertension).He will undergo Percutaneous closure of the atrial defects with Sheath in Yankin Children Hospital very soon.The value of sheaths are high. There is 2ASDs and Pulmonary stenosis also. Estimated cost will be around 5.000 US Dollar. Patient can afford only 700 Dollar. The remaining amount will be donated by our mission, Stiftunglife Foundation, Germany. Please say "Thanks" to all friends of Foundation on behalf of our country,Myanmar. ပုံတြင္ပါရွိေသာကေလးမွာေမြးရာပါနလံုးေရာဂါခံစားေနရဌ္ခြဲစိတ္ရမည္ျဖစ္ရာလိုေငြသိန္း၅၀ေက်ာ္ကိုဂ်ာမနီနိင္ငံ stiftung အဖြဲ့မွလူဒါန္းမည္ျဖစ္ပါသျဖင့္ဖတ္ရူသူအေပါင္းယင္းအသင္းအဖြဲ့ျကီးအားေက်းဇူးတင္ပါေျကာင္းျမန္မာျပည္သူမ်ားအေနျဖင့္ လုပ္သင့္ပါေျကာင္းတင္ျပပါသည္

Samstag, 19. Mai 2018

Gute Frage


Ist das, was wir tun gut und richtig?
Früher reichte es zu sagen, dass wir Gutes tun. Heute ist die Frage erlaubt, ob das zu beweisen ist. Gemessen an internationalen Standards liegt die Qualität von deutschen Projekten oft nur im mittleren Bereich. Die Schlüsselkriterien für eine Bewertung liegen bei: Relevanz, Effektivität, Effizienz, und Nachhaltigkeit.  Wir werden uns mit diesem Thema beschäftigen. Bis zum Ende des Jahres werden wir unsere eigenen Projekte nach diesen Kriterien bewerten - und diese Bewertungen jährlich aktualisieren. Die Ergebnisse werden wir hier auf der Seite vollständig veröffentlichen/jg

Montag, 14. Mai 2018

Die >1< für Arabisch

Tolle Idee : zwei Ärzte haben in Berlin einen telefonischen Dolmetscherdienst für Krankenhäuser eingerichtet. Er könnte Leben retten. Das Projekt wurde vor kurzem im Spiegel (Ausgabe vom 28. April) vorgestellt. Zum Beispiel Arabisch: über eine Berliner Telefonnummer werden gleichzeitig alle Handys der Arabischen Sprachmittler angewählt, die sich für diese Schicht eingeloggt haben. Wer als erster abhebt übersetzt. Ein Team von 190 Ehrenamtlichen übersetzt via Telefon arabisch, persisch, Russisch, Türkisch, vietnamesisch und demnächst noch weitere Sprachen. Die Ärzte erreichen Sie im Wechsel rund um die Uhr. Kinderärztin Lisanne Knop und der Hamburger Arzt Korbinian Fischer haben TRIAPHON gegründet und möchten es nun erweitern. Wir werden dieses Projekt unterstützen/jg

Mittwoch, 9. Mai 2018

Online Sprechstunde


3000 Patienten täglich rufen an und lassen sich von einem Arzt beraten. Medgate ist das größte telemedizinische Zentrum in Europa und beschäftigt mehr als 70 Ärzte. Patienten können sich sieben Tage in der Woche rund um die Uhr an einen Arzt wenden, ohne dafür das Haus verlassen zu müssen. Ein Anruf dauert in der Regel zehn Minuten. Danach stellt der Arzt entweder ein Rezept aus oder er schickt den Patienten weiter zu einem Facharzt. In der Hälfte aller Fälle ist keine weitere Behandlung nötig, die online Sprechstunde reicht aus. 

Diese online Sprechstunden sind auch in Baden-Württemberg möglich – allerdings nur als Modell Projekt. Heute wird auf den deutschen Ärztetag in Erfurt darüber abgestimmt, ob das Verbot gelockert werden soll. Für Patienten in ländlichen Gegenden könnte die Online Sprechstunde eine Erleichterung sein - für Menschen, die in Myanmar auf dem Land leben auch/jg 

Mittwoch, 2. Mai 2018

Heute vor zehn Jahren


Am 2. Mai 2008 fegte Nargis über das Land, der schwerste tropische Wirbelsturm in der Geschichte des Landes. 130.000 Tote waren zu beklagen. In den folgenden Wochen gab es viel Hilfe aus aller Welt - nicht immer gut koordiniert. Heinz Schöneich war vor Ort. Kurze Zeit später hatte Kalayar ein Schiff gechartert und alles geladen, was man für eine Hilfsaktion braucht. Heinz und ich waren mit an Bord. Wir haben geholfen, wo wir konnten. Auch einer Familie, die alles verloren hatte (auf dem Foto sind die Reste von ihrem Haus zu sehen) Hier ist die Idee der Swimming Doctors entstanden. Die meisten Helfer sind nach drei Monaten gegangen. Wir sind geblieben. Gestern sind die beiden Swimming Doctors Schiffe zur 114/115. Mission ausgelaufen/jg

Dienstag, 24. April 2018

Die richtige Diagnose

Bei dem Treffen der Swimming Doctors ging es dann gelegentlich auch in die medizinischen Details. Bei der letzten Reise von Professor Mutschler war sein Zwillingsbruder Uz mit an Bord. Uz hat viele Jahre mit einer eigenen Praxis als Kinderarzt in Hamburg gearbeitet. Nun gibt er seine Erfahrung weiter an das ganze Medical Team auf unserem Schiff. Ein Bericht über seinen Einsatz bei den Swimming Doctors 3 gibt es in der aktuellen Ausgabe der medizinischen Fachzeitschrift „Pädiatrie" zu lesen. In dem Bericht ist gut zu sehen, wie sich das Schiff durch die mitreisenden Fachärzte aus Deutschland zu einer Fortbildungseinheit für die burmesischen Ärzte entwickelt. In diesem Jahr wird unser Schiff noch acht weitere Einsätze im Delta haben. Jeder Einsatz beginnt am 1. des Monats und dauert drei Wochen. Für jeden Einsatz sind bereits deutsche Ärzte angemeldet/jg

Freitag, 20. April 2018

Ein Loblied auf die Rotarier



Rotary Clubs sind international verbreitete Service Clubs, zu denen sich Angehörige verschiedener Berufe unabhängig von politischen und religiösen Richtungen zusammengeschlossen haben. Als seine Ziele nennt Rotary humanitäre Dienste, Einsatz für Frieden und Völkerverständigung sowie Dienstbereitschaft im täglichen Leben. Im deutschsprachigen Raum nennen sich die Mitglieder Rotarier. Der Name Rotary (englisch für rotierend, drehend) erwuchs ursprünglich aus dem wöchentlich wechselnden Treffpunkt der Mitglieder. Gegründet 1905, ist Rotary unter den Service-Clubs der älteste und einer der größten. In 166 Staaten gibt es über 34.000 Rotary Clubs. In Deutschland gibt es 1.033 Rotary Clubs mit insgesamt 53.000 Rotarierinnen und Rotariern. Wir pflegen guten Kontakt mit Clubs in Deutschland, Myanmar und Singapore. Diese Clubs unterstützen unsere Arbeit. Deshalb werden wir heute, beim Jahrestreffen der Swimming Doctors in München, Danke sagen und einen großen Schluck auf ihr Wohl trinken/jg 

Samstag, 7. April 2018

Das höchste Glück


Gesundheit ist das höchste Gut – oder das höchste Glück? Bestimmt ist beides richtig, wenn auch nicht gleichmäßig auf alle Menschen verteilt. Die Welt Gesundheits Organisation WHO setzt sich seit ihrer Gründung heute vor 70 Jahren für eine weltweite Gesundheitsversorgung ein. Schwangerschaftsbetreuung, Kinderkrankheiten und Impfungen stehen ganz oben auf der Wunschliste. Auch bei uns, wir leisten unseren kleinen Beitrag im Delta von Myanmar. Hier im Bild zu sehen Dr. Jo Draws, HNO Facharzt aus Celle, bei seinem Einsatz bei den Swimming doctors. Gemeinsam mit seinem burmesischen Kollegen behandelt er einen Patienten an Bord. Der Patient wird eine halbe Stunde später glücklich nach Hause gehen, der burmesische Arzt hat von den Fachkenntnissen seines deutschen Kollegen lernen können und Jo hat was zu erzählen Zuhause - und beim Ärztetreffen der Deltadocs am 21. April in München. Interessenten sind herzlich willkommen. Informationen und Anmeldungen bitte direkt an wolf@stiftunglife.de